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Die Sternschnuppen-Nächte 2019

Die Lyriden: 14.04. - 30.04.2019

Ab dem 14. April erreicht uns der alljährliche Lyriden-Meteorstrom und wird bis zum 30. April anhalten. Die Lyriden sind europaweit bei klarem Himmel zu sehen. Kurz nach Mitternacht können sie am besten beobachtet werden. Kommend vom Sternbild Leier werden die Lyriden am 22. April ihr Maximum erreichen. So sind bei idealen Bedingungen bis zu 18 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen.

 

Die Eta-Aquariiden: 19.04. - 28.05.2019

Immer im Frühjahr können wir die sogenannten „Eta-Aquariden“ beobachten, welche uns am 19. April erreichen und bis zum 28. Mai andauern werden. Ihre Herkunft ist der Komet Halley und sie werden aus Richtung Sternbild Wassermann, dessen Namen sie auch tragen (Aquarius – Aquariden), kommen. Mit einer Geschwindigkeit von 66km pro Sekunde rasen sie durchs All und verglühen beim Eintritt in die Erdatmosphäre und erstrahlen als Sternschnuppen. Die Eta-Aquariden erreichen ihr Maximum am 06. Mai 2019 und erleuchten den Himmel bei idealen Bedingungen mit etwa 10 bis 15 Sternschnuppen pro Stunde. Je südlicher man ist desto besser. Die Eta-Aquariden lassen sich am Besten in den frühen Morgenstunden vor Dämmerung beobachten, also Früh-Aufsteher aufgepasst!

 

Die Arietiden: 22.05. - 02.07.2019

Da die Arietiden leider nur tagsüber und nur mit besonderem Equipment zu beobachten sind, gibt es dazu nur einige allgemeine Informationen. Die Arietiden ziehen jedes Jahr im Sommer an der Erde vorbei, ihr Radiant, also ihre scheinbare Herkunft, liegt im Sternbild Aries (Widder), daher auch der Name. Ihr Ursprungskomet trägt den Namen 96P/Machholz. Die unsichtbaren Arietiden haben eine durchschnittliche Aktivität von ca. 54 Meteoren in der Stunde.

 

Die Alpha-Aurigiden: 28.08. - 05.09.2019

Die Alpha-Aurigiden treten vom 28. August bis 05. September 2019 auf. Der Strom aus Meteoriten kann stets im Spätsommer von der Erde aus betrachtet werden. Dabei handelt es sich um Meteore eines Kometen aus dem Sternbild Fuhrmann, dessen Fachname "Auriga" lautet. Dieses Sternbild ist gut zu sehen, da sein Hauptstern Capella einer der 20 hellsten Fixsterne, also ein Stern erster Größe ist.

Bei jedem Sternschnuppenstrom scheinen die leuchtenden Strahlen am Himmel von einem bestimmten Fluchtpunkt aus zu kommen: dem Radianten. Der Radiant der Alpha-Aurigiden befindet sich stets in der Nähe von Capella. Der Komet von dem sie stammen braucht rund 2.500 Jahre, um sich einmal um die Sonne zu drehen.


Quelle: http://www.kleiner-kalender.de

 

Die Orioniden: 02.10. - 07.11.2019

Zweimal im Jahr, Anfang Mai und Ende Oktober, nähert sich die Erde der Bahn des bekanntesten aller Kometen, 1P/Halley. Es ist vor allem Staub, den der Komet damals bei seinen „Perihelpassagen“ hinterlassen hat, welcher heute die Meteorschauer der Eta Aquariiden (Mai) und der Orioniden (Oktober) hervorbringt. Der Radiant des Meteorstroms, also der Punkt am nächtlichen Himmel, von dem die Sternschnuppen zu kommen scheinen, liegt im Sternbild Orion, von dem sich seine Bezeichnung ableitet.
Die Orioniden sind im Zeitraum 2. Oktober bis 7. November aktiv; das ungewöhnlich breite Maximum mit einer ZHR (durchschnittliche Fallrate pro Stunde) zwischen 20 und 40 tritt um den 21. Oktober ein, wobei in manchen Jahren für mehrere Nächte fast gleich hohe Fallraten registriert werden, in anderen wiederum von Nacht zu Nacht stark schwankende. Da der Radiant erst am späten Abend aufgeht, liegt die beste Beobachtungszeit kurz vor Beginn der Morgendämmerung. Trotzdem werden auch dann in unseren Breiten nur etwa halb so viele Meteore sichtbar wie zum gleichen Zeitpunkt auf der Südhalbkugel.

Auswertungen deuten darauf, dass der Planet Jupiter die Bahnen der Orioniden-Meteore beeinflusst, sodass deren Raten in einem 12jährigen Rythmus zwischen etwa 20 und 40 fluktuieren. Während 2015 niedrige Raten brachte, sind 2021 wie zuvor schon 2009 die höheren Zahlen zu erwarten. Neben diesen Schwankungen und dem, von Jahr zu Jahr variierenden Charakter des Maximums (s.o.), sind die Orioniden recht zuverlässig. Umso überraschender kam ein deutlicher Ausbruch in den Nächten 16./17. und 17./18.10.1993 (also einige Tage vor dem klassischen Maximum) als die ZHR für mindestens 24 Stunden stark erhöht war und auch hellere Meteore als sonst verzeichnet wurden.

Die Geschichte der Orioniden
Chinesische Aufzeichnungen belegen, dass die Orioniden bereits seit dem 3. Jh. bis in die frühe Neuzeit immer wieder beobachtet worden sind, mit z.T. recht hohen Fallraten. Als jährlich auftretender Meteorstrom erkannt wurden sie aber erst durch Edward Claudius Herrick in den Jahren 1839 und 1840. Alexander Stewart Herschel konnte an Hand präziser Beobachtungen 1864/1865 den Radianten festlegen. Danach nahm das Interesse an den Orioniden rapide zu, und bald schon zählten sie zu den am besten bekannten Meteorschauern.

Die Orioniden 2019
Leider ist 2019 kein günstiges Jahr für die Beobachtung der Orioniden, weil das Maximum (22.10.2019) im letzten Mondviertel auftritt, sodass der Erdtrabant in den wichtigen Stunden vor Einsetzen der Morgendämmerung stört. Immerhin ist im Rahmen des 12jährigen Aktivitätszyklus der Orioniden nach den schwachen Jahren 2014 - 2016 nun eine bereits deutlich höhere ZHR von über 30 zu erwarten.

 

Ein Blick gen Himmel lohnt sich trotzdem immer. Und wer eine Sternschnuppe zu Gesicht bekommt, bitte das Wünschen nicht vergessen 😉


Quelle: http://www.leoniden.net/orioniden.htm

  

Die Leoniden: 06.11. - 30.11.2019

Die Geminiden: 04.12. - 17.12.2019

Die Ursiden: 17.12. - 26.12.2019

Die Quadrantiden: 28.12.2019 - 12. 01.2020

Auch dieses Jahr können wir wieder so einige Sternschnuppen zu sehen bekommen. So beginnen wir die diesjährige "Sternschnuppen-Nächte" Saison am 14.04.2019 mit den Lyriden und werden, schon wie letztes Jahr, mit den Orioniden abschließen. Natürlich gibt es auch weitere Meteorströme, die uns allerdings im Winter erreichen und meist, aufgrund der Temperaturen, nur für abgehärtete Beobachter interessant sind. Weiter unten findet ihr eine Auflistung aller "Sternschnuppen-Nächte" und der Winter Meteorströme. An oberster Stelle steht immer der nächste Termin mit den aktuellen Informationen. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch jederzeit gerne über das Kontaktformular, oder bei facebook. Falls ihr nicht wisst wo ihr nach den Sternbildern schauen müsst, empfehlen wir euch die App "Sky Map", die sowohl für Android wie auch iOS kostenfrei erhältlich ist. Wir wünschen euch eine wundervolle "Sternschnuppen-Nächte" Saison 2019 und dass eure Wünsche in Erfüllung gehen.

 

Tipps für die Beobachtung:
Habt genug Zeit dabei, denn Sternschnuppen kann man nicht mal so nebenbei beobachten. Am Besten bei schönem und klaren Wetter, mit einer Decke auf einer Wiese in den Himmel schauen und geduldig sein. Schöne Musik im Hintergrund, vlt. ein Glas Wein dazu und einfach einen magischen Abend erleben. Natürlich die Wünsche nicht vergessen. Je dunkler und klarer die Nacht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit Sternschnuppen zu sehen zu bekommen. Also raus aus der Stadt, denn dort stören die vielen Lichter nur. Auch der Mond kann ein Problem sein, aber den können wir leider nicht abschalten :-) Viel Erfolg beim Sternschnuppen-Gucken!

  

 

Die Perseiden: 17.07. - 24.08.2019

Der Meteorstrom der Perseiden, welcher aus Bruchstücken des Kometen 109P/Swift-Tuttle besteht und beim Eintritt in die Erdatmosphäre in Form von Sternschnuppen verglüht, kreuzt vom 17.07. bis 24.08.2019 die Bahn der Erde. In diesem Zeitraum können bei guten Bedingungen schon relativ häufig Sternschnuppen beobachtet werden. Jedoch ist die Chance auf eine richtige "Sternschnuppen-Nacht" in der Periode vom 09.08. bis 13.08.2019 am größten, denn hier erreichen die Perseiden ihr Maximum. Die Sternschnuppen der Perseiden kommen aus Richtung des Sternbildes Perseus, welchem sie auch ihren Namen verdanken.

 

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